Am 31.01.26 stand für die H4 ein extrem wichtiger Auswärtsspieltag gegen Eppelheim an. Die Vorzeichen waren alles andere als gewöhnlich: Beide regulären Trainer sowie alle Liberos konnten nicht teilnehmen. Kurzfristig übernahm Misheel die komplette Trainerrolle, während Sam nach sehr langer Pause sein Comeback als Libero feierte. Auf dem Feld standen Kapitän Alan, Eric, Michal, Carlos, Ben, Ernestas, Hauke, Attila, Max und Sam.
Der erste Satz verlief genau so, wie man es von der H4 mit ihrer Athletik, Dynamik und Spielfreude erwarten darf. Mit viel Druck im Aufschlag, klaren Angriffen und stabiler Annahme ließ man Eppelheim kaum Luft zum Atmen und holte sich den Satz deutlich mit 25:11.
Im zweiten Satz kam dann leider das altbekannte Problem zurück. Trotz klarer Ansage von der Bank, sich nicht auf dem ersten Satz auszuruhen, ließ die Konzentration nach. Die erfahrene, routinierte Mannschaft aus Eppelheim nutzte das gnadenlos aus. Zu viele Eigenfehler, fehlende Konsequenz im Abschluss und kleine Abstimmungsprobleme führten dazu, dass der Satz knapp mit 25:23 abgegeben wurde.
Der dritte Satz zeigte jedoch, dass die Mannschaft lernen kann. Die H4 fing sich wieder, agierte fokussierter und fand vor allem über starke Aufschlagsserien mehr Kontrolle ins Spiel. Mehrere direkte Punkte vom Service sowie besseres Stellungsspiel brachten den verdienten 25:18-Satzgewinn.
Doch auch im vierten Satz blieb die Konstanz ein Fremdwort. Wieder schlichen sich Unkonzentriertheiten ein, einfache Punkte wurden liegen gelassen und Eppelheim blieb mit seiner Erfahrung eiskalt. Erneut ging der Satz knapp mit 25:23 an die Gastgeber – ein unnötiger Tie-Break war die Folge.
Im Entscheidungssatz zeigte die H4 dann endlich eine stabilere Leistung als in vielen bisherigen fünften Sätzen dieser Saison. Mit mehr Ruhe, besserer Kommunikation und höherer Konsequenz konnte man sich früh absetzen und diesen Satz verdient mit 15:11 für sich entscheiden.
Unterm Strich steht ein wichtiger 3:2-Auswärtssieg, der zwar spielerisch nicht komplett überzeugt hat, aber enorm wichtig für die Tabelle ist. Nach den zuvor verlorenen Tie-Breaks war klar: Eine weitere Niederlage hätte den zweiten Tabellenplatz ganz schnell in einen Absturz Richtung Platz 5 verwandeln können.
Jetzt folgt eine monatige Pause, die dringend genutzt werden muss. Klar ist: In den verbleibenden vier Spielen gibt es nur eine Marschroute – arbeiten, fokussieren, gewinnen. Alles andere wäre selbstverschuldet.


