H1 - Mannheim fällt in alte Muster zurück: TSG Blankenloch triumphiert im Gipfel-Krimi

Am 24.01.2026 kam es in der Verbandsliga zum mit Spannung erwarteten Duell zwischen dem Tabellenzweiten VSG Mannheim H1 und dem Drittplatzierten TSG Blankenloch 2. Was als sportliches Highlight angekündigt war, entwickelte sich zu einem 143-minütigen Marathon, bei dem die Gäste aus Mannheim am Ende nicht nur die Punkte, sondern auch die Beherrschung verloren und damit in alte, ungewollte Muster zurückfielen.

 

Verspätungen und Extrafahrten: Der holprige Start
Schon vor dem Anpfiff um 14:00 Uhr deutete sich an, dass Mannheim an diesem Tag mit den eigenen Abläufen zu kämpfen hatte. Einer der Mannheimer Mittelangreifer verpasste die Abfahrt und musste per Sonder-Fahrdienst von zu Hause abgeholt werden, um rechtzeitig im Bildungszentrum Stutensee zu erscheinen. Dieser Mangel an Disziplin vor dem Spiel sollte sich später auf dem Feld in anderer Form fortsetzen.

 

Sportlicher Schlagabtausch auf Augenhöhe
Trotz der Unruhe im Vorfeld entwickelte sich ein hochklassiges Spiel:

Satz 1: Mannheim hat den Start verschlafen und Blankenloch sicherte sich somit den Auftakt mit 25:22.

Satz 2 & 3: Es folgte ein Nervenkrieg in der Verlängerung. Mannheim glich mit 28:26 aus, nur um den dritten Satz mit dem exakt gleichen Ergebnis (26:28) wieder an die Hausherren abzugeben.

Satz 4: Mannheim dominierte sportlich mit 25:18 und erzwang den Tiebreak.

 

Kartenregen und Eskalation in Satz 4
In der Mitte des Spiels fielen die Gäste jedoch in alte Muster zurück, als die Emotionen die sportliche Leistung überlagerten. Bereits in Satz 2 kassierte die VSG eine Gelbe Karte beim Stand von 17:20. In Satz 4 eskalierte die Situation:

Beim Stand von 18:15 erhielt Mannheim eine Rote Karte, weil ein Spieler einen Ball in Richtung des Schiedsrichters beförderte – eine Aktion, die als Absicht gewertet wurde. Eine zweite Rote Karte gegen den Trainer sorgte für weiteren Aufruhr, als dieser das Spielfeld betrat, um seine Spieler nach einer angeblichen körperlichen Attacke zu schützen.

Diese Unbeherrschtheiten führten zu einem offiziellen Einspruch der Mannheimer, konnten die drohende Niederlage aber nicht abwenden.

 

Bitteres Ende im Tiebreak
Der Entscheidungssatz war ein Spiegelbild der gesamten Partie. Nach einem harten Kampf über 16 Minuten setzte sich die TSG Blankenloch 2 schließlich mit 15:13 durch.

Das statistische Kuriosum: In der Endabrechnung erzielte Mannheim mit insgesamt 114:112 Ballpunkten sogar mehr Punkte als der Sieger, steht nach dem 2:3 aber nur mit einem Zähler für die Tabelle da.

 

Fazit: Sportlich war Mannheim absolut ebenbürtig, doch das Rückfallen in alte Muster – von der Unpünktlichkeit bei der Anreise bis hin zum Karten-Hattrick auf dem Feld – verhinderte den Sieg im Verfolgerduell. Einziger Profiteur des Tages ist die Mannheimer Mannschaftskasse, die durch die privat zu zahlenden Strafen laut Strafenkatalog ordentlich gefüllt wurde.

jaron

 

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